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Bilderzyklus „Der Baum der Erkenntnis“ (1913-1915) sowie Faksimilewiedergaben aus dem Notizbuch „Blumen, Moose, Flechten“ (1919)

ab 11. Mai – 6. Juli 2019

Finnissage 16:30 Uhr

Im KunstSchauDepot der Stiftung TRIGON
Juraweg 2-6, 4143 Dornach (5 Min. Fussweg vom Goetheanum)

 Hilma af Klint Der Baum der Erkenntnis Nr. 1 1913 1915

Hilma af Klint 26. Oktober 1862 in Solna bei Stockholm
21. Oktober 1944 in Djursholm, Schweden
„Wer Hellseher werden will, wird nie sagen, dass er nur das aufnehmen will, was er vorher geprüft hat, sondern er muss vollständig frei werden von allem Eigensüchtigen und muss alles erwarten von dem, was aus der Welt an ihn herantritt und was man nicht anders bezeichnen kann als mit dem Worte ‚Gnade’. Er erwartet alles von der Gnade, die erleuchtet. Denn wie erwirbt man hellseherische Erkenntnisse? Nur dadurch, dass man alles ausschalten kann, was man jemals gelernt hat.“ (Rudolf Steiner, GA 132, S. 29)
Hilma af Klint hat drei Mal eine solche Phase des ‚Ausschal-tens’ durchlebt. Das ‚automatische Zeichnen’, das während des Zustandes der Trance vollzogen wurde, hatte zum Ziel, die in der Akademie gelernten Mal-Techniken zu verlernen. Entsprechend schreibt sie 1917/1918 in ihren Studien über das Seelenleben:
„Um eine Arbeit durchzuführen, bin ich gezwungen worden, das zu verlassen, was in meiner Jugend die Sehnsucht mei-nes Herzens war: die äussere Form wiederzugeben.“
Der Phase des automatischen Zeichnens folgte die Phase der mediumistischen Malweise und schliesslich, zu Beginn der zwanziger Jahre, die anthroposophische Maltechnik. Jedes Mal verzichtete sie auf bereits Erlerntes und Praktiziertes, liess es radikal hinter sich und schlug einen neuen Weg ein.
Zu ihren Lebzeiten waren – bis auf eine Ausnahme – ausschliesslich ihre naturalistischen Arbeiten ausgestellt worden.
Erst 1928, im Rahmen der World Conference of Spiritual Science im Rudolf Steiner Haus London, an der sie einen Vortrag über das Rosenkreuzertum gehalten hat, wurden einige Werke aus der Tempel-Serie gezeigt.

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